Wilkommen

Persönlicher Weg zum Waldbaden

Als Kind durfte ich im Wald sein. Wie später auch meine Kinder, obwohl in Berlin geboren, hatten sie dieses Glück, da wir am Rande Berlins, sozusagen nach dem Mauerfall direkt am Waldrand lebten.
An eine Kindheit in der freien Natur erinnern wir uns gerne.

Seit meiner Rückkehr nach Luxemburg, vor einigen Jahren, habe ich das große Glück, von der Direktion der Verwaltung für Natur und Wälder angefragt worden zu sein, Waldprojekte durchzuführen.

Darunter fielen Projekte im Rahmen der Wege zum Holz; Das Projekt war Teil des internationalen Projektes ProHolz/ ProBois, das im Rahmen des Interreg III B Programmes von der E U gefördert wurde. Partnerländer waren Belgien/ Wallonie, Luxemburg, Frankreich/ Alsace sowie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Durch die heutigen internationalen Holzbau Cluster kommt es bei mir zu einer Vermischung von Beruf und privaten Interessen.
Einladungen zu Jurymitgliedschaften zu Holzbaupreisen folgten und besonders freute mich auch, eigene Holzkonstruktionswettbewerbe ausschreiben zu können.

Mein privates Interesse an nachhaltigen Wald Kunst Projekten kann ich durch finanzielle Unterstützungen immer weiter fortsetzen.

Dadurch bin ich immer eng mit dem Wald verbunden, allein oder auch mit Kunstschaffenden, den Förstern und Unterstützern.

Dabei fällt mir immer auf, wie gut es mir, aber auch meinen Mitmenschen tut wenn wir an einem Projekt im Wald arbeiten.

Egal wo ich lebte, ist der Wald, ich sage jetzt einfach mal, mein erweitertes Wohnzimmer. Meinen Kindern und Freunden geht es ähnlich, Besuche führen uns sehr oft gemeinsam in den Wald, neue Projekte und Installationen interessieren sie sehr und sie inspirieren sich für eigene, neue Ideen.
Der Wald ist immer eine Quelle der Kraft und Inspiration um mich herum.

Als eine schwere Krankheit mich heimsuchte, war es die Familie und Freunde, aber auch der Wald und die Kunst die mich sehr stark unterstützten.
Wald- Kunst- Projekte wurden von befreundeten Künstlern ohne mein Zutun fertiggestellt und dokumentiert.
Wenn die Kraft und die Ärzte es zuließen, führten mich Freunde oder Familienmitglieder auf kleine Ausflüge in die Natur.

Schon immer spüre ich die Energie, die von der Natur und besonders dem Wald auf mich übergeht. Oft fühlte ich mich voller Sorgen und Ängste bevor ich den Wald betrat, heraus kam ich mit einem Lächeln und strahlenden

Augen und für einige Zeit erschien mir die Last, die ich besonders damals zu tragen hatte, leichter.

Sätze wie, … sobald du dich gut spürst, hole ich dich ab und bringe dich in den Wald… treiben mir noch heute Tränen in die Augen.

Damals war mir der Begriff „Waldbaden“ noch fern, ich wusste und spürte immer nur dass der Wald mir guttut.

Der Wald! Das Bad im Wald!

Freunde, die wussten, dass ich viel Literatur zum Thema Wald las, und auch bereits Lesungen dazu veranstaltet hatten, schenkten mir zunehmend Bücher zum Thema Wald.

Durch diese Literatur wurde ich vermehrt aufmerksam auf Shinrin-Yoku.

Adalbert Stifter, der Hochwald und Walden oder Leben in den Wäldern von Henry D. Thoreau waren bereits langjährige Wegbegleiter. Jetzt kamen Prof. Qing Li, Peter Wohlleben, Maximilian Moser dazu.
Inzwischen schlafe ich sogar in einem Zirbenbett.

Der Weg zum Waldbaden war gegeben, das Interesse wuchs, damit der Wunsch es zu vertiefen und es professionell anzugehen. Mit dem Gedanken es anderen Menschen auch durch eigene Erfahrungen und mit dem Nowhow durch eine fachmännische Ausbildung weiterzuvermitteln.

Und wenn du mich fragst, was führte dich zum Waldbaden, dann kann ich nur antworten, „Der Waldweg“